Adria Caravan Paukstadt
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Tips & Tricks rund um den Wohnwagen

Vorzelte

Ob Sie sich ein Vorzelt oder ein Sonnendach anschaffen hängt von Ihren Vorlieben ab.

Ein Sonnendach ist ruck-zuck aufgebaut und bietet Sonnen- sowie Regenschutz. Beim Vorzelt muß man schon einige Zeit opfern, um es ordentlich aufzubauen und zu verspannen. Dafür hat man dann auch einen echten Wohnraum zusätzlich, wenn’s mal stürmt und regnet.

Achten Sie beim Vorzeltkauf auf gute Markenqualität.
Die Vorderwand und die Seitenwände sollten herausnehmbar sein. das erleichtert den Aufbau und die Lüftung bei starker Sonneneinstrahlung. Wichtig ist auch das Gewicht. PVC- beschichtete Zelte sind sehr schwer. Es gibt beschichtete Materialien, die bei gleicher Qualität leichter sind. Vorzelte, deren Dächer innen nicht PVC-beschichtet sind, schwitzen weniger. Achten Sie auf Dachüberstände. Dachüberstand vorn ist Standard. Seitliche Überstände sind praktisch, da es keine Schmutzstreifen gibt ( kann man auch mit Regenrinne verhindern).Dafür muß man wieder mehr Zusatzgestänge mitnehmen und mehr Abspannarbeit leisten.

Nehmen Sie verschiedene Zeltheringe mit. Der Boden ist oft unterschiedlich hart und griffig.

Richtige Beladung

Wer ohne Hektik packt, der fährt entspannt in den Urlaub - und hat auch weniger vergessen Sperrige Teile wie zum Beispiel die Campingmöbel, veschwinden am besten in den geräumigen Außenstauräumen vom Caravan Geschirr gehört in die Oberschränke der Küche. Verwenden Sie Unzerbrechliche Teile. Sorgen Sie vor der Fahrt für sichere Unterbringung.

Die Hängeschränke von Wohnwagen nehmen die persönliche Wäsche auf. Hat jeder einen oder zwei Schränke für sich, geht's an Bord friedlich zu. Schwere Teile wie Dosen gehören nach unten, das ist sicher und wichtig für die Gewichtsverteilung. Am besten verkeilen Sie den Proviant, dass er nicht durcheinanderfällt.

Sitztruhen: Platz für Schuhe oder andere Teile, die Sie in der Nähe haben möchten. Achten Sie darauf, dass das Gewicht links und rechts gleichmäßig verteilt ist.

Beladen Sie so, dass die Deichsellast des Wohnwagens annähernd so hoch ist, wie die zul.Stützlast des Zugfahrzeugs. Auf keinen Fall Hecklastig laden. Dadurch läuft das Gespann wesentlich ruhiger und sicherer.

Sicheres Fahren

Nachdem Sie Ihren Wohnwagen richtig beladen haben, geht es jetzt auf die Reise.

Auf richtigen Luftdruck achten. Mind. 0,3 bar mehr als angegeben einfüllen und der Wohnwagen fährt ruhiger.

Mit dem Wohnwagen am Haken müssen Sie Ihre Fahrweise etwas umstellen.Die Beschleunigung Ihres Gespanns ist weniger flott. Das ist vor allem bei Überholvorgängen zu berücksichtigen. Also rechtzeitig Schwung holen und ausscheren. Achten Sie beim Überholen auf reichlich Seitenabstand zu LKW’s und Bussen. Diese entwickeln einen gewaltigen Sog beim Vorbeifahren. Lenken Sie nicht zu stark dagegen, sonst macht Ihr Gespann nach dem Überholvorgang einen Sprung seitwärts.

Vorsicht bei Gefällstrecken. Wenn Ihr Wohnwagen “schiebt” und die Geschwindigkeit reichlich ist, kann das Gespann ins Schlingern geraten. Das gleiche kann bei starken Spurrillen passieren. Besonders bei breiteren Wohnwagen ist diese Gefahr größer, da die Räder des Wohnwagens oft in die seitlich verstzten LKW-Spurrillen abdriften.

Kommt Ihr Gespann doch einmal ins Schlingern, unbedingt die Nerven bewahren, nicht gegenlenken, das Lenkrad kräftig festhalten und stark abbremsen.

Enge Kurven müssen Sie weit ausfahren, damit der Wohnwagen hinten nicht über den Randstein hoppelt.

Rückwärtsfahren sollten Sie auf jeden Fall schon vor der Reise mal in Ruhe ausprobieren. Am besten bei Ihrem Wohnwagenhändler (gibt auch gerne Tipps), oder auf einem großen Supermarktparkplatz am Wochenende. Sie werden es kaum glauben, aber der Wohnwagen fährt am Anfang immer woanders hin als Sie wollen. Achtung bei älteren Wohnwagen ohne Rückfahrautomatik. Hier muß man beim Rückwärtsfahren die Rückfahrsperre an der Auflaufeinrichtung einlegen um keinen Defekt an der Bremsanlage zu verursachen.

Wartung und Service

Wartung braucht ein Wohnwagen relativ wenig.

Neben dem Sauberhalten der Außenfläche, sollte man vor allem auf kleine Beschädigungen der Außenhaut achten. Poröse Dichtungen oder beschädigte Dachhauben gehören rechtzeitig erneuert.

Die Auflaufeinrichtung jährlich an den Schmiernippeln abschmieren. Drehstabfederachsen müssen ebenfalls entsprechend abgeschmiert werden.

Achskörper und Fahrgestell auf Beschädigungen prüfen, wenn’s mal gerumpelt hat.

Bei hoher Fahrleistung bzw. nach vielen Bremsmanövern regelmäßig die Bremsbeläge prüfen und den Auflaufweg der Bremsanlage nachstellen lassen.Bei älteren Wohnwagen dabei auch das Radlagerspiel prüfen lassen. Bei behutsamer Fahrweise reicht normalerweise dieser Check bei den TÜV-Vorbereitungsarbeiten alle 2 Jahre.

Die Gasanlage muß alle 2 Jahre von einem Sachkundigen abgenommen werden.